C. Lupondije

In den Sommerferien 2004 war ich - zu einem Aufenthalt in York in England. Nachdem Nora letztes Jahr in England war, wurde es mir dieses Jahr ermöglicht, meine Englischkenntnisse in York zu verbessern. Ich bekam eine vierwöchige Sprachreise vom Lions-Club gesponsert, wofür ich mich noch einmal recht herzlich bedanken möchte. Taschengeld steuerte der Freundeskreis unserer Schule bei.
Vom 10.07.04 bis 06.08.04 verbrachte ich meine Sommerferien am Melton College, einer Schule für englische Sprache.

Die Schüler, die dieses College mit mir gemeinsam besuchten, waren verschiedenster Herkunft. Wegen unterschiedlicher Englischfähigkeiten in verschiedene Level eingeteilt, wurde uns „grammar“, „speaking“, „listening“, „writing“ und „reading“ gelehrt. Neben dem ganzen Unterricht hatten wir in „private study“ aber auch die Möglichkeit, den Internetanschluss der Schule zu nutzen, um e-Mails zu schreiben. Am Nachmittag wurde uns in „Backround to Britain“ die englische Kultur etwas näher gebracht. Dabei stand jeden Tag etwas anderes auf dem Plan: Am Montag wurde uns etwas über englische Literatur erzählt, dienstags kam ein Gastsprecher zu uns an die Schule, donnerstags ging es in ein Museum und am Freitag wurde uns erzählt, was wir am Sonnabend unternehmen werden. Jeden Sonnabend ging es mit dem Bus zu einer „excursion“. Dabei wurde jedes Mal ein anderes Museum in der Gegend von York besucht.

Meine Gasteltern, Heather und Bob, waren sehr nett und auch mit ihrer Tochter Emily bin ich sehr gut ausgekommen. Neben mir wohnte auch noch eine weitere Schülerin, eine Spanierin, bei den Williams. Leider haben wir sehr wenig miteinander unternommen, weil sie mit einer Gruppe angereist war und diese nur untereinander etwas unternommen hatte.
Heather und Bob haben mir bei kleinen Problemen mit Rat und Tat beiseite gestanden und auch viel mit mir unternommen. Da Emily in einem Pub gearbeitet hat, bot es sich natürlich an, ihr abends einen Besuch abzustatten. Dabei hatte ich gleich die Gelegenheit, eine Live-Band zu erleben. An meinem ersten Wochenende hat mir Heather die Stadt gezeigt und ist mit mir einkaufen gegangen. Ich weiß bis heute nicht, was ich eigenartiger fand: Auf der linken Straßenseite zu fahren oder an einem Sonntag mitten in einem Supermarkt zu stehen.

In meiner zweiten Woche am College kam eine große Gruppe Japaner an die Schule, die leider nur zwei Wochen geblieben ist. Ihren Abschied haben sie mit einer Party gefeiert, auf der sie uns ihre Kultur näher brachten. So haben sie uns zum Beispiel Kampfsport vorgeführt, gesungen, uns Schriftzeichen gelehrt und uns japanisches Essen serviert. Das hat zwar nicht wirklich geschmeckt, aber im Gegensatz zum englischen Essen empfand ich es fast als eine Wohltat für meinen Gaumen.

Die vier Wochen vergingen wie im Flug und so musste ich schneller als erwartet am 06.08.04 wieder nach Hause. Trotz einiger Turbulenzen und etwas Verspätung stieg ich am Abend in Berlin heil aus der Maschine. Während der Zeit in York habe ich viel gelernt, mein Englisch hat sich verbessert und ich bin auch unabhängiger geworden.

Herzlichen Dank, Constanze