Ein Jahr in den USA

Austauschjahr 2002-2003
Ich bin am 7.08.2002 in die USA geflogen um dort als Austauschschüler für ein Jahr zu leben. Die Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort gemacht habe werde ich mein Leben lang behalten.
Ich habe bei einer Gastfamilie auf einer Farm auf dem Land in North Dakota gelebt. Meine Schule war in einer kleinen Stadt namens Wyndmere , 15 Miles von meinem Wohnort entfernt. Ich finde das amerikanische Schulen sehr gut, vor allem wenn sie so klein sind wie meine. Meine Schule hatte ca. 300 Schüler, mit Kindergarten und Grundschule. Ich fand das sehr gut, denn ich kannte alle Schüler der Schule. Im Unterricht war auch alles viel lockerer als in Deutschland, und man hatte viele Freiheiten. In der Schule ist auch nach dem Unterricht immer noch soviel passiert, dass das Schulleben so spannend gemacht hat, wie z.B. Sportspiele oder Projekte. Ich habe mich in der Schule auch immer wie zu Hause gefühlt, denn es war sehr gemütlich und sehr persönlich. Von der 9. Klasse an konnte man alle seine Fächer alleine wählen und auch Hausaufgabenstunden mit einfügen. Die Lehrer dort waren auch alle sehr nett und man konnte sie über alles ansprechen. Ich werde die Schule sehr vermissen.
Ich habe in den USA die 12.Klasse besucht und das amerikanische Abitur gemacht. Die Graduation, Zeremonie wo jeder sein Diplom erhält, war ein sehr interessantes und wichtiges Ereignis für mich in diesem Jahr.
Ich finde die amerikanischen Menschen sind sehr nett und hilfsbereit. Ich hatte eine sehr nette Familie und ganz tolle Freunde, die ich sehr vermisse und nie vergessen werde. Wir haben immer viel unternommen und erlebt. Es war sehr interessant die amerikanische Kultur und Lebensweise zu sehen, zu lernen und mitzuerleben. Ich habe auch viele Leute von anderen Ländern in der ganzen Welt kennen gelernt durch das Austauschprogramm.
Die USA hat so viele verschiedene Seiten wie Saaten, die alle ganz anders und toll auf ihre Art sind. Ich habe ganz im Westen North Dakotas gewohnt, 20 Minuten von der Grenze zu Minnesota. Dort war ich mindestens einmal die Woche, weil wir da immer einkaufen oder ins Kino gefahren sind.
Da ich ganz im Norden der USA war und auch mal den Süden sehen wollte habe ich meine Freundin Kristin Grader, die Austauschschülerin in Arizona war besucht. Ich bin mit einem Bus zwei Tage lang quer durchs Land gefahren und habe dabei 18 verschiedene Staaten durchquert. In Arizona war es wieder ganz anders als in North Dakota, ich habe dort eine sehr interessante Woche verlebt und viel gesehen, wie zum Beispiel den Grand Canyon.
Seit dem 24.05.03 hatte ich Ferien und noch 4 Wochen, bis ich wieder noch Deutschland zurück musste. In den 4 Wochen habe ich noch einmal eine Reise in einen anderen Staat der USA gemacht - nach Kalifornien. Dort habe ich Urlaub mit meiner Freundin aus Norwegen gemacht. Kalifornien war super, ich habe sehr viel erlebt und gesehen, wie LA, Hollywood, Weingärten, Cowboystädte und so weiter.
Ich vermisse sehr viele Dinge aus den USA die wir in Deutschland nicht haben, sowie die englische Sprache. Ich habe nach ca.3 Monaten angefangen englisch zu denken und am Ende hat es sich wie meine Muttersprache angefühlt.
Das Austauschjahr war für mich einzigartig, denn ich habe sehr viel gelernt. Ich würde es immer wieder machen, wenn ich die Möglichkeit hätte. Man bekommt sehr viele Lebenserfahrungen und lernt ein anderes Land und die Menschen dort genau kennen. Ich werde auf jeden Fall bald wieder meine „zweite Heimat“ besuchen und mich immer dort wie zu Hause fühlen.

Dorothea Sasse