Das amerikanische Tagebuch

In den folgenden Abschnitten wird die Schülerin Sylvana Lehmann von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in den USA im Schuljahr 2004-2005 berichten.

DAVISON SENIOR HIGH SCHOOL

August 2004

America, here we come!

Am 11. August war es endlich soweit: Die Reise über den großen Teich begann! Mit weiteren Jugendlichen von AFS (American Field Service) hieß es Abschied nehmen von Freunden und Familie um mit gemischten Gefühlen ins Flugzeug zu steigen...
Nach knappen 8 Stunden Flug und einen herrlichen Blick auf die Skyline von Chicago landeten wir gegen 12 Uhr (amerikanischer Zeit) in den USA - weit entfernt von Freunden und Familie. Bei der Ankunft am Flughafen wurde einem noch nicht wirklich bewusst, dass man nun in den Vereinigten Staaten von Amerika ist, aber als man dann in den Bus stieg und die großen Straßen, die großen Gebäude und die Autos sah, wurde einem langsam klar, dass man im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ist. Zunächst ging es mit dem Bus in ein Hotel um dann nach einem kurzen Aufenthalt in den Bus nach Detroit/Michigan zu steigen. In der Nacht kamen wir im Hotel an um dann ausgiebig zu schlafen, denn noch am selben Tag begann das von AFS organisierte Camp: Sie gaben uns nochmals wichtige Informationen, so dass unser Austauschjahr auch erfolgreich wird. Nachdem man sich von neugewonnenen Freunden aus aller Welt wie zum Beispiel Japan, Ungarn oder Österreich verabschieden musste, stieg die Aufregung erneut: Die Gastfamilien kamen um ihren neuen Sohn oder ihre neue Tochter abzuholen...

Meine neue Familie

Meine Gastfamilie war sofort nett zu mir und hatte auch Verständnis, wenn man mal nicht gleich etwas verstand. Mein Gastvater kann sogar noch etwas Deutsch und so war es eine große Hilfe für mich, da er mir ab und zu weiterhelfen konnte…
“Daheim” angekommen sah ich zunächst zwei Schilder aus Pappe: Auf einem der Schilder stand “Welcome Home” und auf den anderen Schild schrieb meine Gastfamilie “Willkommen Hein” (Dies ist nun kein Rechtschreibfehler, sondern stand wirklich auf dem Schild, da ihr Deutsch nicht so perfekt ist.) Danach zeigten mir meine beiden Gastgeschwister Sta’s (10) und Katie (12) das ganze Haus und die Umgebung…
Die darauffolgenden Tage wurde ich vielen Bekannten und Verwandten vorgestellt und wir unternahmen gemeinsam etwas wie zum Beispiel Fischen und Feste besuchen.
An einem Tag besichtete ich mit meiner Gastmutti auch meine neue Schule: die Davison High School! Auf dem ersten Blick ist alles wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt: die Schließfächer, die Gänge und die Räumlichkeiten. Obwohl ich 5 Kurse wie zum Beispiel amerikanische Geschichte und amerikanische Regierung von der Schule vorgeschrieben bekam, konnte ich noch 7 weitere Kurse wählen. Für den ersten Moment hört sich das leicht an, aber eine Anzahl von rund 140 Kursen aus den Bereichen Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften usw. erschwert einem die Auswahl um einiges. Bis jetzt stehen noch keine Kurse fest und die Schule beginnt auch erst Ende August, aber jetzt steht schon fest, dass ich die 12. Klasse, die Abschlussklasse, besuche. Es wird somit ein ereignisreiches Schuljahr. Auch die Prom steht vor der Tür: Obwohl es noch ein paar Tage andauert bis zur Prom freut man sich jetzt schon auf diesen Abend und man probiert und kauft jetzt schon Kleider für diesen Abend.
Vor kurzem besuchte ich dann auch mit meiner Gastfamilie ein Football-Spiel: zwei Schulen traten gegeneinander an. Selbstverständlich war es für mich interessant zu sehen wie ein solches Spiel gefeiert wird: viele Familien waren zu sehen, die ihre Schützlinge auf dem Football-Feld unterstützen und die Cheerleader und auch die Schulband betraten in der Halbzeit das Feld um ihr Können zu beweisen. Außerdem kommt bei solchen Spielen der sogenannte “School Spirit” zum Ausdruck: viele Besucher tragen die Farben der Schule mithilfe von Shirts, Luftballons usw. um seine Schulmannschaft zu unterstützen…
Ich bin jetzt schon gut zwei Wochen in Amerika und mir gefällt es gut hier. Es ist ein komisches Gefühl das zu sehen und mitzuerleben, was man in den Filmen und Zeitschriften sieht und liest, aber es ist auf jeden Fall eine Erfahrung mehr in meinem Leben…

Meine Geschwister

September 2004

Ich bin jetzt schon seit August in den Vereinigten Staaten von Amerika und mir gefällt es hier immer noch sehr gut…
Selbstverständlich ist in letzter Zeit recht viel passiert: erster Urlaub mit der Fami-lie, Schule hat angefangen, Homecoming Dance, Halloween, Präsidentschafts-wahlen… recht viele Erlebnisse in so kurzer Zeit…

Da ich noch gute zwei Wochen Zeit hatte bevor meine Schule beginnen sollte, unternahm ich recht viel mit meiner Familie. Unter anderem auch unseren ersten gemeinsamen Urlaub: Für ein paar Tage ging es “up to North” um mit zwei weite-ren Freunden der Familie in einem Wald zu campen. Und schon hier wurde mir bewusst wie vielfältig die USA ist, was man selbst schon an Michigan sieht: je weiter man nach Norden kommt, umso kühler und bergiger wird es auch. Ein Höhepunkt dieses Urlaubes war auf jeden Fall die Mackinaw Bridge, die über zwei Seen verläuft. Auf jeden Fall eine Sehenswürdigkeit in Michigan…

Am 30. August fing dann auch meine Schule an, und ich war selbstverständlich sehr aufgeregt. Obwohl mir eine Bekannte der Familie zuvor die Schule zeigte, fand ich an meinem ersten Schultag nicht wirklich alle Räume und kam somit manchmal auch etwas verspätet in den Klassenraum. Die Lehrer hatten jedoch Verständnis dafür, da diese Schule wirklich groß ist und auch mehr als 1500 Schüler unterbringt. In den ersten Schultagen hatte ich wirklich Probleme etwas zu verstehen und musste einsehen, dass selbst ich mit den Englischkenntnissen aus der Schule nicht ganz so weit komme. Im Laufe der Zeit hat es sich aber ge-ändert und ich verstehe nun vieles, was sich auch positiv in meinen Noten wie-derspiegelt. Das amerikanische Schulsystem ist sehr anders als das deutsche, denn man kann seine Kurse größtenteils auswählen, und in jeder Klasse sind manchmal unterschiedliche Klassenstufen drin. Dennoch sind alle Schüler sehr hilfsbereit und nett. Außerdem hat man jeden Tag die gleichen Fächer: täglich habe ich also amerikanische Regierung, Algebra 3, amerikanische Geschichte, Französisch, Sprache und Englisch. Zudem bin ich nicht die einzige Austausch-schülerin an meiner High School: Jo und Hanno aus Deutschland und Matthias aus der Schweiz sind ebenfalls Schüler an der Davision High School. Obwohl sie in einer anderen Organisation sind als ich, verstehen wir uns recht gut und es wird auch hier und da mal was unternommen.

Oktober 2004

Anfang Oktober startete dann die Homecoming Week: Jeder Tag hatte ein ande-res Motto zu dem man sich kleiden konnte. Mottos wie “Crazy hat and hair-day” und “school colours day” wurden von mehreren Schülern wahr genommen und so konnte man viele Schüler antreffen, die “School Spirit” zeigten. Selbstver-ständlich wurde auch der Homecoming King und Homecoming Queen gewählt, wo man eine große Liste bekam mit all den Namen der Schüler, die Seniors sind. Für einen Austauschschüler war es natürlich schwer aus der Anzahl dieser Schü-ler und nach so kurzer Zeit jemanden auszusuchen, aber selbstverständlich fan-den sich dann doch ein King und eine Queen. Am ersten Oktober fand dann das Homecoming-Football-Game statt, welches dieses Mal wesentlich mehr Besu-cher hatte als die Games zuvor. Am nächsten Abend war es dann soweit: der Homecoming Dance. Schon Stunden zuvor ging es zum Friseur um sich die Haare machen zu lassen, und gegen Abend traf ich mich dann mit ein paar Leu-ten meiner Schule um chinesisch essen zu gehen und um danach zur High School zu fahren, wo man dann in der Turnhalle der Schule ausgiebig tanzen konnte. Leider ging dieser Abend viel zu schnell zu Ende, dennoch war es ein unvergesslicher Abend…

November 2004

Vor kurzem waren dann auch die Präsidentschaftswahlen. Selbstverständlich konnte man jeden Tag in den News davon hören und lesen und auch in der Werbung konnte man Präsident Bush und Senator Kerry sehen. Kurz vor den Wahlen hatten wir auch eine Wahl an meiner High School: die “Mock-Election”; alle Schüler der Schule hatten somit die Möglichkeit zu wählen wie ein Erwach-sener, aber das Ergebnis floss natürlich nicht mit ein, sondern war dafür da, die Schüler auf die Wahlen vorzubereiten und zu sehen, was die Schüler über die Wahlen denken. Schon Monate vor der Wahl konnte man in den Gärten der Leu-te in meiner Gegend Schilder sehen, die für deren Favoriten standen.
Am zweiten November war es dann soweit: meine Gasteltern Kathy und Joe ha-ben mich mitgenommen, damit ich sehen konnte, wie man in den Vereinigten Staaten von Amerika wählt. Am Abend konnte man auf sämtlichen Sendern und Radiostationen schon einige Ergebnisse der Wahl verfolgen. Zu der Zeit waren aber teilweise nicht alle Wahlen abgeschlossen aufgrund der Zeitunterschiede innerhalb der USA. Am Abend habe ich sehr lange mit meinem Dad und meiner Mom die Wahlergebnisse verfolgt, aber selbst gegen 1 Uhr nachts konnte man noch keine Schlussfolgerungen ziehen. Selbst als ich am morgen vor der Schule den Fernseher einschaltete, stand noch nicht wirklich etwas fest. Erst als ich von der Schule nach Hause kam, stand fest, dass Präsident Bush weitere vier Jahre ins Amt gehen wird…

Es ist mal wieder eine Menge Zeit vergangen und somit ist wieder viel passiert: Weihnachten und Neujahr gingen im Zuge vorbei.

Da ich meiner Gastfamilie auch etwas von deutscher Kultur zeigen will und wollte, habe ich mir vorgenommen, am 6. November doch einfach mal den Nikolaus zu spielen. Somit erzaehlte ich meiner Familie von dieser Tradition, womit dann auch meine Gastgeschwister anfingen die Schuhe zu putzen. Dank meiner Mutti aus Deutschland hatte ich eine Menge (deutscher) Suessigkeiten, die ich dann nachts in die geputzten Schuhe stopfte. Selbstverstaendlich haben sich vorallem meine Gastgeschwister ueber all die Suessigkeiten gefreut.

Halloween

Vor kurzem war dann auch Halloween, was natürlich recht viel Spass machte: Zusammen mit der Familie wurden die Kürbisse und das Haus gestaltet. Einen Tag vor Halloween gibt es eine Nacht, die hier “Devil’s Night” genannt wird. (Ne-benbei sollte ich aber erwähnen, dass diese Nacht in manchen Gegenden nicht so gut ausgeht, weil einige Leute doch der Anischt sind Häuser anzuzünden und ähnliches, was dann nicht mehr so lustig ist.) Glücklicherweise wollten meine Gastgeschwister für diese Nacht bei meinen Großeltern schlafen, und ich durfte mir eine Freundin einladen, nachdem ich die Erlaubnis meiner Hostmom bekam, sodass wir die Zimmer meiner Gastgeschwister auch “umgestalten” dürfen . Noch am selben Tag gingen wir alle nötigen Sachen wie Toilettenpapier, Frisch-haltefolie und Ballons einkaufen: Die aufgeblasenen Ballons haben wir dann in den Kleiderschrank meines Gastbruders Sta’s getan, und den Rest seines Zim-mers haben wir mit einer Menge Toilettenpapier “verziert”. In Katie’s Zimmer mussten wir etwas “harmloser” sein, weil es ja auch mein Zimmer ist. Dennoch haben wir ihr ganzes Bett in Frischhaltefolie verpackt, nachdem wir auch noch Konfetti in ihr Bett getan haben. Selbstverständlich haben die beiden sich riesig darüber gefreut.
Am selben Abend ging es dann “Trick or Treating”: alle haben sich noch mal ein Kostüm angezogen um dann von Haus zu Haus zu gehen um Süssigkeiten ein-zusammeln, was im Grossen und Ganzen eigentlich recht viel Spaß machte…

Dezember

Wenige Wochen nach Nikolaus stand dann auch schon Weihnachten vor der Tuer: Aufgrund des Urlaubes hatten wir Weihnachten schon am 16. Dezember, was im Endeffekt aber ok war. Es war zwar nicht gerade nach amerikanischer Tradiotion, aber leider haetten die Geschenke mit den Sachen fuer den anstehenden Urlaub nicht wirklich in den Kofferraum gepasst. Obwohl es ein”fruehes” Weihnachten war, hatten wir eine Menge Spass und Freude. Es war richtig sues mit anzusehen, wie sehr sich doch meine kleineren Geschwister ueber die Geschenke gefreut haben.

Nachdem ich die Erlaubnis meiner Schule hatte, dass ich drei Tage frueher in die Ferien gehen darf, gingen die Vorbereitungen fuer unseren Urlaub auch schon los. Reiseziel: Florida. Mit Vorfreude ging es dann am 18. Dezember Richtung Sueden. Nach einer 1 ½ tagelangen Fahrt und einer Uebernachtung in Georgia sind wir endlich in Florida angekommen: zwei Wochen warmes Wetter. Die erste Woche hatten wir nur leider etwas Pech mit dem Wetter, da es ab und zu anfing zu regnen, sodas man nicht viel machen konnte. Wenn das Wetter aber dann mal mitspielte, konnte man sich getrotzt mit einem Buch in die Sonne legen oder sich die Gegend anschauen. An mehren Tagen stand dann auch der Strand auf dem Plan, was recht schoen war, aber leider war das Wasser zu kalt um darin zu schwimmen. Dennoch war es etwas verrueckt, wenn man im (eigentlichen) Winter in der Sonne liegt.

An einem anderen und sonnigen Tag stand dann auch SeaWorld auf dem Plan: ein Erlebnispark bei dem sich groesstenteils alles ums Wasser und deren Tiere dreht. Das beste am ganzen Park war natuerlich die Show mit den Killerwalen. Was man zuvor nur im Fernsehen sehen konnte, war jetzt nur wenige Meter entfernt. Eine geniale Show wurde uns geboten, aber es gab ja noch mehr. Neben Schildkroeten, Aquarien, Fischen gab es auch Delphine und Mantarochen, welche man sogar streicheln konnte. Einen Delfin hat keener von uns beruehrt, da sie zu weit weg waren, aber die Mantarochen waren schon eine Erfahrung wert.

Einge Tage spaeter fuhren wir dann zu dem Erlebnispark BuschGardens, wo dann viel mehr die Tiere der Wildnis im Vordergrund. Neben einer Safari-Tour, Show mit Voegeln, Pelikanen, 3D-Kino, Tiger und Loewen fand man in BuschGardens auch eine Menge Rollercoaster, bei denen die Wartezeiten aber recht lang waren.

Nach guten 2 Wochen ging der Urlaub dann leider vorbei und wir machten uns wieder auf dem Weg ins kalte Michigan, wo dann wieder der Schnee auf uns wartete…

Januar 2005

Nach dem Urlaub in Florida ging es gleich wieder zur Schule, wo wir dann grösstenteils auf die sogenannten "Final Examinations" vorbereitet wurden. Diese "Final Examinations", welche am Ende eines Semesters geschrieben werden, sind eigentlich nur grössere Tests über den Stoff, den man im jeweiligen Semester gelernt hat.
An einem Tag hatte man über jeweils zwei Stunden Examen in der 1., 3., und 5. Stunde und am darauffolgenden Tag schrieb man dann die für die 2., 4. und 6. Stunde. Bei mir lief bei den Tests alles recht gut und somit ging es gleich ins zweite Semester, was dann auch mal wieder etwas Abwechslung ins Spiel brachte. Obwohl ich immer noch Algebra 3, Französisch 1 und US History habe, stehen jetzt auch Journalismus, Advanced Creative Writung und Psychologie auf meinem Stundenplan. Das ist eben das gute am amerikanischen Schulsystem: man kann sich den Stundenplan je nach seinem Belieben errichten lassen; obwohl auch einige, kleine Bestimmungen für manche Schüler vorliegen.

Michigan 2005

Ende Januar ging es dann in Richtung Norden Michigans, wo es dann noch mehr Schnee gab als hier in meiner Umgebung (Flint Area). Aber den Schnee haben wir ja gebraucht, da es zum Skiing mit anderen Austauschschülern ging.

Nach kurzen Anweisungen ging es dann auch schon durch den Wald und obwohl Langlauf anstrengend ist, hatten wir eine Menge Spass.

Im Skiurlaub [ Michigan ]

AFS-Meeting

Für mich ging es dann auch auf ein AFS-Midterm-Meeting, wo mir klar wurde, wie schnell doch die Zeit vergeht, denn die Haelfte des Austauschjahres ist nun schon vorbei. Auf jeden Fall war das Treffen sehr gut: drei verschiedene Teams von Austauschschülern aus Michigan wurden zusammengewürfelt und somit war es eine riesengrosse Gruppe, in der man mal wieder neue Leute von der ganzen Welt traf. Das Treffen gab zudem die Möglichkeit über seine eigenen Erlebnisse zu reden und von Erlebnissen anderer zu hören.

Februar 2005

Anfang Februar ging es zum Sadie Hawkins Dance in meiner High School (Sadie Hawkins ist ein Tanz, wo die Maedels die Jungs um ein Date fragen). Mit Aufregung ging es dann zum Tanz und obwohl nicht so viele Schueler da waren wie beim Homecoming Dance, war es eine Menge Spass und man traf wieder neue Leute.

Gleich einen Tag nach dem Tanz ging es nach Frankenmuth, was ein deutscher Ort sein soll, aber mehr auf Bayern basiert (Haeuser, Dekorationen, Kleidungen etc). Dort gab es fuer eine Woche eine Ausstellung, wo man Skulpturen aus Eis und Schee betrachten konnte. Nur leider waren recht viele davon geschmolzen und man konnte nicht alle Skulpturen in vollstaendiger Pracht ansehen, aber dennoch war es interessant, was Leute aus Schnee und Eis zaubern koennen.

Am 9. Februar ging es mit drei weiteren Stipendiaten nach Lansing, der Hauptstadt Michigans, wo Politik und Kultur auf dem Plan standen. Zuerst ging es ins Capitol, wo wir uns zunaechst eine Sitzung des Senats ansahen und anhoerten und dann schauten wir uns noch weiter im Gebaeude um, wie zum Beispiel im Supreme Court Michigans. Dann machten wir uns auch gleich auf dem Weg in ein Museum ueber Michigan, was riesengross und interessant war.

Vor kurzem ging es dann auch mit Irina, eine andere deutsche Austauschschuelerin, und ihren Gasteltern nach Cleveland, Ohio. Ein ereignisreiches Wochenende: gleich nach einer vierstuendigen Fahrt und der Ankunft im Hotel, welches in der Mitte der Stadt Clevelands war, ging es zu einer Balletauffuehrung im Ohio Theater: vier oder fuenf Theatren mit grossen Beleuchtungen sind direkt nebeneinander. Das Ballet war zwar was anderes, aber sehr schoen anzusehen. Muede fielen wir dann auch am gleichen Abend ins Bett um fuer den naechsten Tag geruestet zu sein: zuerst stand die Rock’n’roll Hall Of Fame auf dem Plan und es ist echt sehenswert: ein Museum ueber sechs Etagen (leider waren zu dem Zeitpunkt als wir da waren Etage 5 und 6 gesperrt). Es gab dort so viele Dinge zu sehen wie zum Beispiel mehrere Arten von Jukeboxen, wo man sich Songs anhoeren konnte oder auch Biografien durchlesen konnte. Ausserdem gab es mehrere signierte Schmuckstuecke von verschiedenen Artisten sowohl als auch kleine Kinos, wo man sich verschiedene Filmchen angucken konnte. Danach ging es in ein Kunstmusuem, welches riesengross war. Leider hatten wir aufgrund der Oeffnungszeiten des Museums nur begrenzte Zeit, aber selbst mit mehr Zeit haetten wir es nicht geschafft, die ganze Galerie anzusehen, da tausende von Bildern die Waende schmueckten. Ein groehnender Abschluss war auf jeden Fall das HardRock Café: Platten, signierte Bilder, Booklets und alles andere, was das Herz eines Musikfans hoeher schlagen laesst, gab es dort zu finden. Somit liessen wir ein ereignissreiches Wochenende im HardRock Café ausklingen…