Der Elternrat userer Schule hat dem Kultusminister einen Brief geschrieben, den wir hier zusammen mit der Antwort veröffentlichen.
Schulelternrat des Markgraf
Albrecht Gymnasium Osterburg
Werbener Srtaße 1
39606 Osterburg
Dr. Manfred Weber, Dorfstraße 37, 39579 Klein Schwechten
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz
Kultusministerium des Landes
Sachsen-Anhalt
Turmschanzenstraße 32
39114 Magdeburg
Lateinunterricht am Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg
Sehr geehrter Herr Prof. Olbertz,
als Elternvertreter des Markgraf Albrecht Gymnasium Osterburg sind wir zur Zeit mit der Unterrichtserteilung im Fach Latein äußerst unzufrieden. Es gelingt hier zur Zeit nicht dieses, aus unserer Sicht, sehr wichtige Fach als verpflichtendes Fach bis zum Abitur anzubieten. Diejenigen Schüler, die dennoch das kleine Latinum erlangen möchten, müssen es in der 11. Klassenstufe als freiwilliges zusätzliche Fach belegen. Dies bedeutet 4 weitere Stunden im schon dicht gedrängten Plan der Oberstufler und erscheint uns daher als kaum zumutbar bzw. benachteiligend gegenüber anderen Schülern. Dennoch ist das Interesse am Lateinunterricht ungebrochen hoch. In der kommenden 9.Klasse haben sich etwa ein Viertel aller Schüler für Latein als Wahlpflichtfach ausgesprochen und auch in der kommenden 10. Klasse hätten bei einem verpflichtenden Angebot über 15 Schüler diese Fach belegt.
Allen diesen Schülern in der 9. und 11. Klasse sollte Latein als verpflichtendes Fach bis zum Abitur abgeboten werden. Es ist sicherlich unbestritten, dass gerade im Lateinunterricht vielfältige Anknüpfungspunkte für weitere Fächer gegeben sind. Diese sollten von möglichst vielen Schülern im Sinne unserer Kinder genutzt werden können.
Auch uns ist bekannt, dass Latein in unserem Land ein Mangelfach darstellt, dieses sollte man aber nicht als solches hinnehmen, sondern gegensteuern. Im letzten Jahr haben aus den unterschiedlichsten Gründen 3 Lateinlehrer unseren Schulbezirk verlassen. Neueinstellungen sind nach unserer Kenntnis nicht geplant, ebenso wenig die Ausschreibung von Referendariatsstellen mit Schwerpunkt Latein. Auf diese Weise kann dem Missstand natürlich nicht entgegnet werden.
Wir regen an, dass im Sinne der Osterburger Schüler neue Wege zur Nutzung der wenigen Lateinlehrkräfte gegangen (evtl. Notfallaushilfen aus benachbarten Schulen o.ä.) bzw. neue Lateinlehrer in den Schulbezirk versetzt werden.
Ansonsten sehen wir keinen Sinn darin, dass weitere Lehrer nebenbei zu Fachkräften für Latein ausgebildet werden und es den Schülern (bei nur einer Lehrkraft an der Schule) aber keinen tatsächlichen Nutzen bringt.
Es zeigt sich mittlerweile immer häufiger, dass zumindest das kleine Latinum Voraussetzung für bestimmte Studiengänge ist, bzw. dieses Zertifikat Vorteile bei Numerus-Clausus-Fächern verschafft. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie sich unseres Anliegens annehmen könnten und es eine im Sinne der Schüler schnelle Lösung geben könnte. Wir werden in gleicher Sache auch den Kreis- bzw. Landeselternrat und den deutschen Altphilologenverband ansprechen.
Wir begrüßen unkonventionelle Maßnahmen mit Signalwirkung und freuen uns auf ihre Vorschläge.
Christoph Dunzendorfer Dr. Manfred Weber
Elternsprecher Klasse 10 Vorsitzender des Schulelternrates
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Teil 2