Robert trifft den Schachspieler Scherf

Robert Scherf

Herr Scherf, Sie betreiben einen Sport, der nicht so verbreitet ist, wie andere Sportarten - Sie spielen Schach. Das wirft natürlich folgende Frage auf: Wieso haben Sie angefangen Schach zu spielen?

Wie es häufig der Fall ist, bin auch ich durch meinen Vater zum Schachspiel gekommen. Ich war in der ersten Klasse als er mir das erstemal zeigte, wie man Schach spielt. Sehr schnell fand ich Freude an diesem Sport. Im Hort gab es dann auch einige Gleichgesinnte mit denen ich fast jeden Tag spielte, so wuchs der Spass am Schach weiter. Bald kaufte ich mir auch ein erstes Schachbuch. Nachdem ich dieses durchgearbeitet hatte, war es sogar möglich meinen Vater regelmäßig zu besiegen. Etwas später kam dann der Wunsch auf auch in einem Verein zu spielen.

In welchen Vereinen haben Sie gespielt oder spielen Sie gegenwärtig?

Zunächst spielte ich in Osterburg für etwa zwei Jahre. Zu dieser Zeit besuchte ich die 2.-4. Klasse. Dann wurde der Verein aufgelöst. Mit 12 Jahren begann ich bei der SG Groß Garz unter der Leitung von Herrn Dahmes zu spielen. Für diesen Verein startete ich bis vor eineinhalb Jahren, dann wechselte ich zu den Schachfreunden von Turm 2000, da die Groß Garzer nur eine Jugendmannschaft haben.

Was haben Sie bisher gewonnen?

Ich war Kreismeister in der Altersklasse U16 2001 und nochmal Kreismeister in der U18 2002 und 2003. Mit der Mannschaft von Groß Garz gewann ich mehrmals die Bezirksliga der Jugend vom Schachbezirk Magdeburg.

Was sind ihrer Meinung nach Vorteile des Schachs?

Ich denke das Schachspiel fördert enorm die Fähigkeit sich zu konzentrieren und logisch zu denken. Besonders für Schüler kann es deshalb zum schulischen Vorteil gereichen, Schach zu spielen. Auch fördert das Schachspiel die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, da man auch in einer Partie ständig eine Wahl zwischen mehreren Zügen hat.

Schach wird häufig als eine langweilige Sportart angesehen. Was ist aber ihrer Meinung nach reizvoll am Schach?

Ich denke Schach ist keinesfalls langweilig. Diese Einschätzung kommt meistens dadurch zu stande, dass man selbst dieses Spiel nicht beherrscht und es dann langweilig findet, wenn zwei Menschen stundenlang Figuren auf einem Brett hin und her schieben. Wenn man aber ein wenig von diesem Spiel versteht, kann es sehr reizvoll sein zu sehen, wie kleine Veränderungen der Züge zu völlig neuen Stellungen führen. Mich reizt besonders die Verbindung strategischen und taktischen Denkens und der Fähigkeit des logischen Schlussfolgerns mit dem notwendigen Einfallsreichtum und der Kreativität, die nötig sind um auch schwierige Stellungen zu meistern. Gerade das zeigt wie vielfältig das Schachspiel ist. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten und Stellungen, die sich während einer Partie ergeben, wird jede Partie zu einem neuen Abenteuer.

Vielen Dank Herr Scherf für das Interview